ECHO: Sind die ständig steigenden Flüchtlingszahlen in Dortmund ein Thema im Integrationsrat? Wie geht der Rat mit dieser Problematik um? Aysun Tekin: Die Flüchtlingsthematik ist ein Thema was die gesamte Stadt betrifft, demnach natürlich auch uns im Rahmen unserer integrationspolitischen Arbeit innerhalb des Gremiums „Integrationsrat“. Das Thema betrifft uns aber zugleich auch alle als Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, der weltoffenen, freiheitlichen, toleranten, demokratischen und sozialbewußten Stadt Dortmund. Wir als Integrationsrat werben darum, die in der Stadt schon bereits vorhandene Willkommenskultur aufrecht zu erhalten, zu stärken und auszubauen. So hat sich der Integrationsrat jüngst in seiner Dezembersitzung über die aktuelle Situation durch die in der Stadtverwaltung verantwortlichen Stellen umfassend informieren lassen. Wie gehen Sie mit der Situation nach den Anschlägen in Paris (Charlie Hebdo) um, wie reagiert der Integrationsrat darauf? Der Integrationsrat ist über die Geschehnisse in Paris tief betroffen und gedenkt den Opfern und den Hinterbliebenen dieser unfassbar grausamen Tat. Unter der Überschrift „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Artikel 1 des Grundgesetzes) bezog der Integrationsrat der Stadt Dortmund in seiner öffentlichen Sitzung am 27.01.2015 klar Stellung und verabschiedete eine Resolution gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und gewaltbereiten Salafismus. Der Integrationsrat der Stadt Dortmund setzt sich entschlossen für Menschenwürde, kulturelle Vielfalt und Freiheit ein. Wir, der Integrationsrat der Stadt Dortmund, erteilen allen extremistischen Gruppen und Strö- mungen eine klare Absage. In der nächsten Sitzung des Integrationsrates am 03.03.14 wird auch hinsichtlich der aktuellen Situation ein Tagesordnungspunkt mit der Überschrift „Bekämpfung des Salafismus als gesamtstädtische Aufgabe“ - Ansätze und Maßnahmen gegen gewaltbereiten religiösen Extremismus – durch die in der Stadtverwaltung federführende Stelle vorgestellt.
Quelle / Volltext: Echo Dortmund
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